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Halbzeug ist der Oberbegriff für vorgefertigte Rohmaterialformen wie beispielsweise Bleche, Stangen, Rohre. In der Fertigungstechnik stellen Halbzeuge die mit Abstand verbreitetste Lieferform für Kunststoff- und Metallwerkstoffe dar. Es werden über 1000 Halbzeugarten aus Metall und Kunststoff, die jeweils in Material- und Oberflächenqualität, Form und Abmessungen sowie in ihren Toleranzen genormt sind, unterschieden. Typisch für Halbzeuge ist, dass der erste Verarbeitungsschritt meist in einem Zuschnitt besteht, bei dem durch ein geeignetes Trennverfahren (z.B. Sägen) der benötigte Materialabschnitt abgetrennt wird. Dieser Abschnitt wird dann zum eigentlichen Fertigteil weiterverarbeitet. Andere Rohmaterialien, wie z.B. Schüttgüter, Granulate, Pulver, Flüssigkeiten oder Gase, werden nicht zu den Halbzeugen gerechnet, weil es sich, anders als bei Halbzeugen, nicht um geometrisch bestimmte, feste Körper handelt und damit noch keine "Halb-Fertigstellung" (s.u.) des Produktes erfolgt ist. Bauteile, Bauelemente und Bausteine werden ebenfalls
nicht zu den Halbzeugen gezählt, da diese weitgehend in der ursprünglichen
Ausführung eingesetzt werden und daher – zumindest in Bezug
auf die Materialverarbeitung – als eine Art Endprodukt angesehen
werden.
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